Die Begegnung mit dem QR-Code

In letzter Zeit sind mir so viele QR-Codes über den Weg gelaufen, dass ich mich für einen Blog Artikel entschieden habe und von ein Paar Begegnungen mit ihm berichten will. Allerdings war ich von der Umsetzung nicht immer sehr begeistert. Angefangen hat das Ganze in Frankfurt am Main im Flughafen. Dort gab es eine große Plakatkampagne mit QR Codes. Fand ich eine ganz gute Sache, um sich die Wartezeit auf den Flug etwas zu verkürzen. QR-Code abscanne, Url aufrufen und den Content laden. Weiter ging es dann im Flieger. Dort gab es “Die Welt”. Da ich bis dato noch keine “Welt”-Leserin war, hat mich die doch recht große Anzahl von QR-Codes überrascht. “Die Welt” setzt seit 2007 auf die kleinen “Helferlein” zum Verschlüsseln von Inhalten.

Obwohl ich annehme, dass schon einige einem QR-Code begegnet sind und diesen auch erfolgreich entschlüsselt haben, erkläre ich nochmal in alle Kürze das Prinzip. Bei QR-Codes handelt es sich um 2-dimensionale Codes, die mit der passenden Soft- und Hardware erstellt und entschlüsselt werden können. Die Handykamera dient dabei als “Scanner”. Auf dem Gerät muss eine QR-Code Reader-Software, wie beispielsweise von Kaywa installiert werden. Wenn man nun einem QR-Code über den Weg läuft, Handy aus der Tasche holen, Programm starten und den Code abscannen. Dieser wird dann von der Software entschlüsselt dargestellt. Häufig steckt hinter den Links ein kostenloser Download, eine Visitenkarte oder einfach eine Url zu einer Landing Page.

Das soll aber auch schon genug sein. Vielmehr möchte ich nochmal darauf eingehen, wo ich die QR-Codes gesichtet habe. Völlig überrascht war ich, als ich in der Jugendherberge in Pottenstein während einer Pause eine dort ausgelegte Zeitung durchgeblättert habe und mir ein QR-Code ins Auge gesprungen ist. Zum einen hatte ich nicht damit gerechent in diesem schönen Dorf mitten in der fränkischen Schweiz darauf zu treffen und zum anderen nicht in einer Zeitung der Jugendherberge. Jedenfalls hab ich dann mein Handy gezückt und musste relativ schnell resigniert feststellen, dass der Code einfach zu klein abgedruckt war. Obwohl genügend Licht vorhanden war, konnte ich diesen kleinen Code nicht abscannen. Schade, denn der Ansatz ist gut, weil die Zielgruppe einer Jugendherberge doch eindeutig junge Menschen sind, die mit dem Mobiltelefon groß geworden sind.

Die zweite Enttäuschung mit QR-Codes lies dann nicht lange auf sich warten lassen. Auf der Plakatkampagne zum “Volksbegehren Nichtraucherschutz in Bayern” befindet sich auch ein Code. Und diesesmal sogar in der richtigen Größe. Allerdings war das Plakat so weit oben angebracht, dass ich zum Abscannen einfach mal 2 Meter zu klein bin. Zweiter Schuss in den Ofen.

Aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz, weshalb es so schwierig sein soll, einen QR-Code so zu platzieren, dass er auch genutzt werden kann. Wenn man folgende 2 Dinge beachtet: QR-Code ausreichend groß abbilden und dem Benutzer zugänglich machen, dann hat man schon gewonnen. Die 2 Regeln haben wir an unserem Firmenschild auch praktiziert.

Ich bin gespannt, ob der QR-Code seinen Siegeszug fortsetzen wird. Zum Schluss ein Slogan aus einem etwas anderen Bereich, der aber ganz gut zur Thematik passt: “Quadratisch, praktisch, gut!”.

Tags: , , , ,

Schreibe einen Kommentar