App Review: die To-Do App “Clear”

Diese Woche hat es die Clear App geschafft auf sich aufmerksam zu machen, da sie mit einer reinen Gestensteuerung bedienbar ist. Für uns Grund genug, sich die App mal genauer anzuschauen. Diese App unterzieht sich unserem altbekannten App-Review Muster: “Aus Sicht des Users”, “Aus Sicht des Konzepters” und “Aus Sicht des Designers”.

Aus Sicht des Users

Wenn man im App Store nach To-Do Apps sucht, findet man eine Vielzahl. Diese werden ganz unterschiedlichen Anforderungen gerecht. Manche setzen stark auf das synchronisieren mit Desktop-Lösungen, andere dagegen sind Tools mit einem großen Funktionsumfang.

Die Clear-App fällt in die Kategorie simple To-Do App. So soll der Benutzer mit einem Fingerwisch seine Aufgaben schnell und unkompliziert erledigen können. Und ganz wichtig, dabei noch Spaß haben! Was dabei etwas negativ auffällt, aktuell kostet die App 79 Cent.

Aus Sicht des Konzepters

Die Navigationsstruktur geht weg vom klassischen DrillDown, bei dem man sich immer tiefer in eine App reinnavigiert. Startet man das erstemal die App, bekommt man ein Tutorial angezeigt, das dem Benutzer kurz und präzise erklärt, wie die App funktioniert.

Dabei stehen die Gesten im Vordergrund, da das Bedienkonzept komplett darauf basiert. Etwas gewöhnungsbedürftig ist am Anfang, dass man zwei unterschiedliche vertikale Slide-Gesten hat:

1.) Kurzer Swipe = neue To-Do oder neue Liste
2.) Langer Swipe = Wechsel zwischen den Ansichten

Die Tap-Geste wird ebenso, wie der kurze Swipe für das Hinzufügen einer To-Do oder neuen Liste verwendet, als auch zum Bearbeiten einer To-Do.

Sehr gut gefällt mir das Verwenden der Swipe-Geste im Texteingabefeld. So lässt sich falsch eingegebener Text sehr schnell entfernen oder das versehentlich Löschen wieder rückgängig machen.

Desweiteren gibt es noch die Tap’n'Hold-Geste zum Sortieren der To-Do’s und Listen.

Der “Swipe nach rechts” auf einem Einträg markiert diesen als erledigt. Das Pendant dazu “Swipe nach links”, löscht diesen.

Die Pinch-Geste navigiert einen auf die vorige Ansicht.

Die nachfolgende Grafik verdeutlich nochmal die Gesten im Überblick.

Die App verfügt über Einstellungen, so dass der Benutzer die App noch konfigurien kann.

Aus Sicht des Designers

Die App ist kein gestalterisches Schmuckstück, meiner Meinung nach. Allerdings wäre das hier auch fehl am Platz, denn der Fokus liegt klar auf der intutitiven Bedienung. Sie ist eher minimalistisch und simpel gehalten.

Das Farbkonzept deckt die Bereiche: “Heat Map”, “Graphite”, “Pretty Princess”, “Lucky Clover” und “Theme Noir” ab.

Ein Punkt, der bei uns auf sehr positive Ressonanz gestoßen ist, ist das Sounddesign. Hier hat man sich Gedanken gemacht und akkustisches Feedback eingearbeitet.

Fazit

Die reine Gestensteueruneg eine App wird sich in Zukunft noch mehr durchsetzen, da die Multitouch-Oberfläche geradezu prädestiniert dafür ist. Mit der Clear-App zeigt man sehr schön, wie eine App dadurch einfacher benutzbar wird und das Abhaken von Aufgaben noch mehr Spaß machen kann.

Meiner Meinung nach braucht es am Anfang noch das Tutorial, genauso wie die Vorbelegung der App mit den erklärenden To-Do’s, um in die App rein zu finden.

Abschließend noch der Link zum App-Store.

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5 Kommentare zu “App Review: die To-Do App “Clear””

  1. Benno schreibt:

    hey Nina, danke für den spannenden Review! In einem Punkt muss ich widersprechen: die App ist zwar minimalistisch gehalten, aber ich halte sie sehr wohl für ein Schmuckstück. Mir gefallen die Farbkombinationen sehr gut, und sie unterscheidet sich durch diese von vielen anderen Apps.
    Es ist toll, dass auch im iPhone-Bereich App-Entwickler nun mal komplett neue Bedienkonzepte ausprobieren.

  2. iFlo schreibt:

    Ich bin ganz begeistert und benutze sie seit erscheinen exklusiv. Ich hab meine Todos für die nächsten Tage aus Things übernommen und ergänze aktuell nur via Clear. Im Moment bin ich verspüre ich noch nicht den Drang zu den Stuttgartern zurückzukehren. Mal sehen, wie das in ein paar Tagen aussieht, wenn ich das Ganze noch ein bisschen weiter getestet hab.

  3. nina schreibt:

    @Benno: Ja, Design hat ja bekanntermaßen viel mit Geschmackssache zu tun… Und zu dem Punkt, dass man im iPhone Bereich nun auch mal mehr ausprobiert. Den finde ich sehr interessant. Ob Apple wohl mit den Kriterien, die sich eine App unterziehen muss, etwas lockerer geworden ist?

    @iFlo: Kannst ja mal berichten, ob sie deinem weiteren Testen Stand gehalten hat.

  4. roland schreibt:

    Hab sie heute gleich mal zum Einkaufen genutzt und bin sehr zufrieden, was mich ein bisschen davon abhält sie als primäre Notizen/ToDo-List zu nutzen ist die fehlende Synchronisation wie ich sie im Falle der Notizen-App über IMAP habe. 79 Cent finde ich zudem für eine so liebevoll gestaltete und trotzdem werbefreie App auch völlig in Ordnung. Und ich denke nicht dass Apple mit der Gestaltung oder dem Bedienkonzept wie es diese App beispielsweise verwendet ein Problem hat oder gehabt hätte. Probleme gibt es wohl eher wenn man Standard-UI nicht so verwendet wie sie angedacht ist.

  5. Manu schreibt:

    Ich finds sogar eher positiv, dass die App 79ct kostet. Tut nicht weh und isses allemal Wert.

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